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„Mein Tier 2016“ am 5. und 6. November in den Weser-Ems-Hallen

 Oldenburg. Ein noch nie dagewesenes Ereignis in der Messe-Geschichte der Stadt steht bei der „Mein Tier 2016“ bevor: Auf der 22. Schau rund um Haus-, Nutz- und Wildtiere in den
Weser-Ems-Hallen dürfen die Besucher aller Voraussicht nach rund 20 neue Erdenbewohner begrüßen – und zwar winzige, flauschige Küken. Ob das Vorhaben gelingt, zeigt sich am
Samstag und Sonntag, 5. und 6. November, jeweils zwischen 10 und 18 Uhr. Mit 12.500 Quadratmetern nutzt die „Mein Tier“ die komplette Kapazität der Weser-Ems-Hallen. 

Für die spannende Live-Geburt-Aktion gibt es einen ernstzunehmenden Hintergrund: „Umfragen zeigen, dass sich immer mehr Menschen daheim Hühner halten“, erläutert
Projektleiterin Sonja Hobbie. Bei einem solchen Trend sei es besonders wichtig, Aufklärung zu betreiben. „Vor dem Tierkauf muss immer die Information stehen.“ Dafür eigne sich eine  überregional bekannte Messe mit rund 20.000 Besuchern ideal.

Mit 40 Eiern bestücken Jan Christian Laumen und seine Vereinskollegen von Haar und Feder e.V. Mitte Oktober einen Brüter, der auf dem Messe-Bauernhof stehen wird. Eine Garantie
für Nachwuchs gibt es zwar nicht, schließlich dreht sich hier alles um das Wunder der Geburt. „Doch normalerweise dauert es 21 Tage, bis Küken schlüpfen – insofern müsste es exakt auf der Messe so weit sein“, rechnet Laumen vor.

Ziegen-, Pony- oder Hundenase? In Oldenburg findet man alle

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Erst Info – dann Kauf

 Sind die Besucher zur rechten Zeit am rechten Ort, können sie durch ein Fenster sehen, wieim Brüter die Schale knackt. Kurz darauf wird jedes kleine, gelbe Etwas mit fachkundiger
Hand in ein Gehege gesetzt, wo es unter Rotlicht erste Schrittchen macht. Und nach der Messe geht es für die Messe-Küken zum Züchter, der sie per Hand aufzieht.

Auch abseits des Brüters spielt Information eine Hauptrolle auf der Messe. „So süß oder exotisch unsere Hauptdarsteller sind, im Fokus steht stets das Thema artgerechte Haltung“,
sagt Organisatorin Swenja Kanna. An jedem der 95 Stände können Experten den Besuchern Wissenswertes aus ihrem Fachgebiet berichten – sei es über den Charakter einer bestimmten Hunderasse, das beste Futter für Fische oder die häufigsten Fehler bei der Haltung von Papageien. „Aufklärungsarbeit ist das A und O, dafür stand und steht die Mein Tier“, so
Kanna.

Auf dem Messe-Bauernhof wohnen neben den (hoffentlich) frischgeschlüpften Küken Enten, Hühner, Schafe, Ziegen oder Rinder. Dazu putzig dreinschauende Alpakas, prächtige Truthähne, stattliche Greifvögel und zum allerersten Mal Emus. Fünf oder sechs der Laufvögel aus einer 40-köpfigen Herde sind vor Ort. „1,60 bis 1,90 Meter groß, 30 bis 45
Kilogramm schwer und bis zu 50 km/h schnell“, informiert Laumen. „Anschauen ist Pflicht –aber lieber nicht streicheln.“

Pferdewelt in Oldenburg durch 20 Rassen vertreten

Hinter einer thematisch passenden Trennwand schließt sich in der Messehalle die Pferdewelt Zu sehen sind 20 Rassen, vom Minishetty bis zum weltgrößten Pferd, dem Shire Horse.
Die kleine EWE ARENA verwandelt sich in eine Katzenwelt – samt der zwei Sonderschauen „Orientalisch Kurzhaar & Siamesen“ am Samstag sowie „Maine Coone“ am Sonntag. Heimat von Schlangen, Spinnen und Exoten ist der Dschungel in der Kongresshalle. Dessen auffälligster Bewohner: „Nathan der Weiße“ – eine Piebald Königspython, die nur an Kopf und Schwanz gemustert, ansonsten schneeweiß ist. Knallbunt geht es nebenan am Stand des Bochumer Papageienparks zu, wo sich die Besucher per Handy-Kamera mit den farbenfrohen Tieren verewigen können.

Tiere helfen Menschen… Als Therapiepferd, Blindenhund oder Alltagshelfer

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„100 Jahre Führhundausbildung“

 Ein weiteres Highlight wartet in der großen EWE ARENA: Hüpfende, flitzende, balancierende Vierbeiner vieler Größen und Rassen bevölkern die Hundewelt. Dort feiert zudem die Ausstellung „Helfer auf vier Pfoten – 100 Jahre Blindenführhundausbildung in Deutschland“ der Kynos-Stiftung ihre „Mein Tier“-Premiere. Ein Dutzend Schautafeln zeigt anschaulich, wie die faszinierende Partnerschaft zwischen Mensch und Tier begann, die Ausbildung von Blindenführhunden läuft und sehende Bürger dem Team von Hund und Mensch die Arbeit erleichtern können.

20.000 Euro für einen Führhund

„Führhunde sind außergewöhnlich“, sagt Organisator Volker Schilling. „Sie finden Ein- und Ausgänge, halten vor Ampeln und Zebrastreifen oder bleiben an der Bordsteinkante stehen, damit der Halter weiß, dass eine Stolperfalle droht.“ Aktuell gibt es ca. 2500 Führhunde in Deutschland, die jeweils 20.000 bis 30.000 Euro wert sind. „Damit sind die Hunde sogar noch `unterbezahlt´,  denn einen Menschen hauptverantwortlich sicher durch eine Stadt zu bringen, ist für die Tiere Schwerstarbeit“, sagt Schilling. Zudem seien Hund und Halter teils 24 Stunden pro Tag zusammen. „Dabei wachsen sie zu einem starken Team zusammen“, berichtet der Bremer, der selbst stark sehbeeinträchtigt ist – und mit „Merlin“ bereits seinen dritten Führhund hat.

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Pressemeldung: Weser-Ems-Hallen
Fotos: Pferdeseite.tv Tanja Mundt-Kempen

 

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